Januar 2020 chemische Industrieabwässer

Unser Kunde – ein bekanntes sächsisches Unternehmen der chemischen Industrie kaufte vor Jahren eine einfache Abwasseraufbereitung nach dem Verfahrensprinzip der Sedimentation im Chargenbetrieb.

Die verfahrenstechnische Funktion der Anlage war absolut unzureichend. Hauptsächlich wegen der einfachen Bauweise gab es permanente Störungen und Probleme.

  • Steuerung durch eine einfachste SPS mit einem für diesen Anwendungsfall benutzerunfreundlichen 2 Zeilen- Display
  • Bandfilter ohne Kugellager – nur Bohrungen in die Kunststoffplatten und durchgeschobene rotierende Achsen
  • Selbstgeschweißte „Sicherheitswannen“ ohne Bauartzulassung/ Einzelabnahme
  • zusammengeschaltene IBC´s als Sammelbehälter (permanente Verstopfungen aufgetreten)
  • kabelgebundener einfacher Schwimmerschalter mit Kabelbindern im Reaktor befestigt – „das Rührwerk freut´s“ (eine der größten bauart bedingten Störquellen)
  • eine Reinigungsdüse im Reaktor die nur einen feinen Sprühnebel erzeugt die hier nichts reinigt (permanente manuelle Reinigung notwendig)
  • und vieles mehr …

Durch diesen unhaltbaren Zustand war unser Kunde gezwungen erneut zu investieren, um den notwendigen Anforderungen gerecht zu werden.

  1. Zu Beginn wurde mit dem Kunden gemeinsam eine Versuchsreihe gestartet. Dass die im Abwasser gelösten Inhaltsstoffe Betriebsgeheimniss waren, erleichterte die Versuche nicht gerade. Jedoch durch die gute Zusammenarbeit mit dem Kunden sowie mit den 2 beteiligten externen Laboren konnten wir uns nach etwa 7 Wochen auf eine Anlagenkonzeption stützen.
  2. Nun konnte eine bestehende WtR-Versuchsanlage vom Typ WtR- ESA Flot800 beim Kunden aufgebaut und betrieben werden. Damit wurden wertvolle Erkenntnisse gewonnen.
  3. Nach 3 Monaten Pilotbetrieb waren alle bisher unbekannten Eigenschaften der verschiedenen Abwassergemische in allen erdenklichen Kombinationen ermittelt und ausgewertet.
  4. Wurde eine gesamtheitliche komplexe Anlage von uns gefertigt, vor Ort montiert und in Betrieb genommen.
  5. Nach abschließender Feineinstellung der Anlage durch unseren Verfahrenstechnologen, sowie Softwareanpassung auf spezielle kundenseitige Wünsche arbeitet die Anlage 2m³ Abwasser pro Std ab.